Nachwuchs versoehnt sich selbst mit 32:21-Heimerfolg fuer schwierigen Saisonverlauf

Jubelnde Spieler, feiernde Verantwortliche und eine ordentliche Gatorade-Dusche für den Head Coach – die Szenen nach dem Donau-Derby gegen die Regensburg Phoenix haben die Mannschaft vergessen lassen, was für eine schwere Saison hinter ihnen liegt, in der es deutlich mehr Tiefen als Höhen zu verzeichnen gab. So war es passend, dass es ausgerechnet die Partie gegen die Regensburg Phoenix war, die für einen versöhnlichen Endspurt gesorgt hat, denn Derby-Siege sind und bleiben am Schönsten: „Wir wussten, dass beide Mannschaften auf Augenhöhe sind, das Spiel in Regensburg hätte auch für die Phoenix ausgehen können, von daher war klar, nur eine fehlerfreie Partie würde uns den Sieg bringen. Nach der ersten Hälfte schien alles für die Phoenix zu laufen, was die Burschen dann aber in Halbzeit 2 aufs Feld gebracht haben, war bärenstark. Ich bin richtig stolz auf das Team!“, so Head Coach Maximilian Andorfer.

In der Tat war der Auftakt mehr als holprig – in der gesamten ersten Hälfte gelang der gebeutelten Offense der Spiders nur ein First Down, es wollte gar nichts gelingen, egal ob am Boden oder durch die Luft. Auf der Gegenseite war jedoch eine hervorragend eingestellte Defense der Jungspinnen in der Lage, die offensiven Bemühungen im Keim zu ersticken, nur ein Big Play sorgte für die 7:0-Führung der Oberpfälzer, die auch sonst nichts aufs Feld brachten und die junge Spiders-Mannschaft aggressiv jegliche weiteren Bemühungen – zum Teil für viel Raumverlust – sofort beenden konnten.

Eine Idee der Coaching Staff sollte hier der Coup des Wochenendes gewesen sein: „Wir haben unser Abschluss-Training zu dieser Partie nicht allein, sondern mit der zweiten Mannschaft durchgeführt, haben auch das Scrimmage geführt und haben die Jungs da schon „warm werden“ lassen. Das hat man speziell in der Defense gemerkt, die nach dem Training mit den Herren heiß war darauf, die Offense der Phoenix zum Verzweifeln zu bringen!“, so Head Coach Andorfer.

In der Halbzeitpause fanden die Coaches dann die richtigen Worte, allen voran Offense Coordinator Sven Dorfner brachte die Änderungen aufs Feld, die das Spiel entscheiden sollten – Quirin Wagenpfeil, der sonst als Receiver für Catches sorgen soll, wurde als Running Back eingesetzt, Personalwechsel auf Quarterback und Receiver folgend, konnte die Defense der Phoenix dem nichts mehr entgegen setzen und der Knoten der gesamten Mannschaft platze. Insgesamt 4 erlaufene Touchdowns durch besagten Quirin Wagenpfeil, großartige Feldposition für die Spiders Offense und Defense konnte dann durch Nachwuchstalent Luka Lebhaft mit dem fünften erlaufenen Touchdown des Tages abgeschlossen werden zum 32:21. Nur zwei weitere Big Plays der Regensburger Offense ließ die Oberpfälzer noch im Spiel, änderte am Ende auch nichts mehr. Platz 4 der Ost-Gruppe ist gesichert.

Head Coach Maximilian Andorfer war nach er Partie stolz auf seine Mannen: „Die erste Hälfte vergessen wir ganz schnell – wir sind da mit der Offense einfach nicht in die Partie gekommen. Es ist den Jungs ja auch nicht zu verdenken, wir haben das ganze Jahr große Probleme gehabt, das Selbstvertrauen, um einen Drive dann auch mal zu Ende zu bringen, kommt leider nicht vom Himmel gefallen. Die Jungs haben dann in Halbzeit 2 aber weiterhin an sich geglaubt und konnten es dann auch endlich aufs Feld bringen und zwar konstant – wir hatten fünf offensive Drives in der zweiten Hälfte, in allen haben wir einen Touchdown erzielt. Jetzt haben wir eine Partie gegen die Rangers, in der wir frei aufspielen können und die Münchner nochmal gewaltig ärgern wollen, da sie schließlich noch Play-Off Chancen haben!“

Kick-Off zum letzten Saisonspiel ist am 06.07.2019 um 11 Uhr gegen die München Rangers. Im Nachgang erwartet dann die SRS2 die Ingolstadt Maniacs zum dritten Saisonspiel in der Aufbauliga Süd.

Fotorechte: Michaela Lebhaft
Autor: M. Andorfer